Schienentherapie
Unter Okklusionsschienen versteht man vom Patienten zu tragende Aufbißbehelfe, die das Kontaktmuster von Ober- und Unterkieferzähnen oder das Bewegungsmuster des Unterkiefers verändern sollen.
Hier gibt es je nach Beschwerdebild und Diagnose verschiedene Arten von Schienen :
- Relaxationsschiene
Zur Normalisierung des Muskeltonus und zur gleichmäßigen Verteilung der Kaubelastung auf die Zähne
- Stabilisierungsschiene
Sie zielt darauf ab, funktionstherapeutische Maßnahmen über einen längeren Zeitraum zu sichern, bevor definitiver Zahnersatz angefertigt wird
- Dekompressionsschiene
Sie kommt bei komprimierten Kiefergelenken zum Einsatz
- Repositionsschiene
Sie dient zur Repositionierung des teilweise oder ganz verlagerten Discus articulare (= Knorpelscheibe zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne)
- Vertikalisationsschiene
Sie wird zur Anhebung des Bisses eingesetzt
Schienen können die neuromuskuläre Koordination verbessern, myo- und arthrogene Schmerzen lindern, die Belastung auf Zähne und Gelenke beim Knirschen besser verteilen und zur Probe bei einer neu gefundenen Unterkieferposition dienen, bevor in dieser Position aufwendiger Zahnersatz hergestellt wird.