Myofunktionelle Therapie
Myofunktionelle Übungen sind Muskelübungen für den Mund- und Gesichtsbereich. Ziel dieser Therapie ist die Normalisierung der Muskelfunktion, wodurch sich auch fehlerhafte Entwicklungen, wie z.B. Fehl-oder Schonhaltungen positiv beeinflussen lassen.
Die myofunktionelle Therapie ist eine Methode, die vornehmlich bei Kindern, die sich noch in der Entwicklung befinden, angewendet wird.
Wozu dient die Therapie?
Wenn die Muskulatur im Mund- und Gesichtsbereich fehlerhaft arbeitet, kann dies zu falschen Zahnstellungen, Störkontakten beim Zubeißen und mehr führen.
Es gibt zahlreiche Gewohnheiten (sog. Habits) welche negative Auswirkungen auf die umgebenden Strukturen haben können, z.B.:
- Zungenpressen
- Falsches Schlucken
- Zähne knirschen
- Lippen beißen
- Wangensaugen
Häufig können auch Kinder davon betroffen sein. Damit sich das kindliche Gebiss richtig entwickeln kann, ist jedoch eine normale Muskelfunktion notwendig.
Oft ist neben den myofunktionellen Übungen eine Therapie beim Logopäden angebracht, da einige Kinder durch Probleme mit der Zungenmuskulatur auch ein verändertes Sprachbild aufweisen.
In vielen Fällen werden die Übungen auch zusätzlich zur Unterstützung einer kieferorthopädischen Behandlung angewendet. Nach Abschluss einer Behandlung mit einer Zahnspange kann es durch falsches Muskelverhalten immer wieder dazu kommen, dass die Behandlungsergebnisse sich wieder verschlechtern und das Ziel nicht gehalten werden kann.
Ihr Nutzen
Wird die Therapie bei Kindern frühzeitig begonnen, kann im besten Fall eine Zahnspange überflüssig werden.
Doch auch, wenn Ihr Kind eine Zahnspange tragen muss, hilft die myofunktionelle Therapie, das Ziel schneller zu erreichen und langfristige Erfolge zu erzielen.
Bei Kiefergelenkproblemen hilft eine myofunktionelle Therapie beim Abstellen ungünstiger Bewegungsabläufe oder Gewohnheiten.